Politik

Politische Empfehlungen:

Ein überhöhter Zuckerkonsum – insbesondere deutlich zu beobachten beim Konsum von zuckerhaltigen Getränken – kann mit einem erhöhten Risiko für verschiedene Erkrankungen in Zusammenhang gebracht werden. Darunter befinden sich Adipositas, Diabetes, arterielle Hypertonie, Blutfettstoffwechselstörungen, Leberverfettung, Gicht, Herzkreislauferkrankungen, Demenz und Krebs. Fast 40% des Zuckers unserer Ernährung stammt aus Süssgetränken. Es besteht dringender Handlungsbedarf, den Zuckerkonsum stark zu reduzieren. Auch der neueste Bericht des BLV vom 23. Mai 2022 «Zucker in gesüssten Getränken» zeigt deutlich auf, dass es Verbesserungspotential bezüglich Zuckergehalts und der Süssung in Getränken allgemein gibt. Ein Steuermodell für zuckerhaltige Getränke gilt es für die Schweiz zu prüfen, um effiziente und lösungsorientierte Politik für eine gesunde Schweiz von morgen betreiben zu können. 

Die Allianz Ernährung und Gesundheit empfiehlt das Postulat zur Annahme.

Der Konsum von lokal angebautem Obst und Gemüse sowie das Trinken von Wasser trägt zur Förderung der Gesundheit sowie zur längeren Lebenserwartung bei. Doch, es besteht Handlungsbedarf: Die nationale Ernährungsstudie MenuCH zeigt: 24 % der Bevölkerung in der Schweiz isst maximal zwei Portionen, 23% maximal eine Portion und 13% essen weniger als eine Portion Früchte und Gemüse pro Tag. Die Allianz Ernährung und Gesundheit empfiehlt, diese Motion anzunehmen, damit eine ausgewogene und nachhaltige Ernährung gefördert wird.

Der geforderte Postulatsbericht kann aufzeigen, wo Angebotslücken effizient geschlossen und welche weiterführenden Massnahmen im Programm zu Jugend und Ernährung enthalten sein müssen. Die Allianz Ernährung und Gesundheit empfiehlt, das Postulat anzunehmen.

Viele Aktivitäten existieren, jedoch oft unkoordiniert. Ihre Wirksamkeit ist nicht immer garantiert, und sie erreichen oft nicht alle Bevölkerungsgruppen. Damit die Bevölkerung langfristig die Kompetenzen erhält, sich gesund und nachhaltig zu ernähren, ist eine langfristige, übergeordnete Unterstützung für Kinder und Jugendliche erforderlich.

Der von der parlamentarischen Initiative vorgeschlagene Weg ist zielführend, wenn er vorschulische und ausserschulische Aktivitäten integriert (z.B. Schule auf dem Bauernhof, senso5, Ferienpass, etc.) und auch Kinder aus finanziell schwächeren Familien erreicht.

Die Allianz Ernährung und Gesundheit empfiehlt, dem Postulat zuzustimmen. Das Informationsinstrument Nutri-Score ermöglicht es, den Nährwert eines verarbeiteten Lebensmittels aufzuzeigen. Es wird von den grossen Gesundheitsorganisationen in der Schweiz unterstützt und ist bei den Schweizer Konsumentinnen und Konsumenten sehr beliebt, wie das GfS 2020-Monitoring zeigt: 80% der Wählerinnen und Wähler unterstützen ein solches Kennzeichnungssystem.

Die Allianz Ernährung und Gesundheit empfiehlt, dem Postulat und damit dem Vorschlag für die Erstellung eines Berichts zuzustimmen. Damit wird eine objektive Grundlage geschaffen, um einschätzen zu können, wie die Kinder und Jugendlichen adäquat und zeitgemäss geschützt werden können und was für weitere Massnahmen ergriffen werden müssen, um zukünftige Gesundheitskosten einzusparen.


Politische Vorstösse in Zusammenhang mit Ernährung: